
30. März 2026
Der Kampf ums Überleben auf den Straßen nach dem Erdbeben
Die unsichtbaren Opfer des Erdbebens
Das Erdbeben vom 6. Februar 2023 traf nicht nur Menschen, sondern auch Tausende Straßentiere zutiefst. Auf den Straßen von Hatay und Malatya blieben Tiere, deren Besitzer ums Leben gekommen oder weggezogen waren, allein zwischen den Trümmern zurück.
Die Fütterungsstellen waren dem Erdboden gleichgemacht. Katzen und Hunde, die zuvor regelmäßig versorgt worden waren, sahen sich von einem Moment auf den anderen hungrig, durstig und von Angst gezeichnet. Als wir die Region zum ersten Mal erreichten, war der Anblick herzzerreißend — an jeder Ecke Augen, die auf Hilfe warteten.

Wo die Heilung begann
Den Tieren zu helfen wurde gleichzeitig auch für unser Team zu einem Heilungsprozess. Inmitten der Zerstörung ein Lebewesen zu berühren, gab uns allen Kraft.
Wir begannen mit wenigen Fütterungsstellen und richteten zweimal täglich feste Runden ein. Bei jeder Runde entdeckten wir neue Tiere — manche verletzt, manche einfach nur hungrig. Gemeinsam mit lokalen Freiwilligen erweiterten wir unser Netzwerk und erhöhten die Zahl der Fütterungsstellen auf 12.
Bei unserer allerersten Fütterungsrunde lief uns eine Katze direkt vor die Füße. Man sah ihr an, dass sie seit Tagen nichts gefressen hatte. In diesem Moment wussten wir: Hier müssen wir bleiben.
Wo wir heute stehen
Heute versorgen wir täglich regelmäßig rund 100 Katzen und Hunde. Neben der Fütterung setzen wir auch unsere Arbeit im Bereich Kastration und tierärztliche Versorgung fort.
Unser Ziel ist es, diese Arbeit mit Unterstützung der Gemeinschaft dauerhaft tragfähig zu machen. Wir brauchen Hilfe für die Pflege der Fütterungsstellen, die Futterbeschaffung und die Tierarztkosten.